Bildungsangebote

Sci­en­ce­Lab

Der kind­li­che Ei­fer ist es, der uns be­wegt hat Kin­der früh und spie­le­risch an Na­tur­wis­sen­schaft und Tech­nik her­an­zu­füh­ren, sie in ih­rem For­scher­drang ernst zu neh­men und sie fröh­lich, aber fach­ge­recht zu be­g­lei­ten. Das Ziel ist es Kin­der über ih­re Neu­gier und ihr In­ter­es­se an Fra­gen aus Na­tur, Tech­nik und Um­welt po­si­ti­ve Lern­er­fah­run­gen ma­chen, Ler­nen ler­nen und Selbst­ver­trau­en auf­bau­en. Im Mit­tel­punkt des Sci­en­ce-Lab Cur­ri­cu­l­ums steht das Kind mit sei­nen Fra­gen und sei­ner Le­bens­welt. Fra­gen wer­den we­ni­ger mit Wor­ten be­ant­wor­tet, als viel­mehr mit ei­nem Weg, auf dem Kin­der ih­re ei­ge­nen Ant­wor­ten ent­de­cken ler­nen. Ge­ar­bei­tet wird da­bei wie in der „Gro­ßen Wis­sen­schaf­t“ aus­ge­hend von der Fra­ge über die Hy­po­the­se und das Ex­pe­ri­ment bis hin zum Fa­zit – aber eben kind- und al­ters­ge­recht.

Im Win­ter 2011/2012 ha­ben wir auf die­ser Wei­se ge­mein­sam u.a. fol­gen­de Fra­gen be­ant­wor­tet: Wie schwer ist ei­gent­lich Was­ser? Was ist Luft? Was brau­chen Ker­zen zum bren­nen? Wie wan­dert Wär­me? Warum hei­ßen Glüh­bir­nen Glüh­bir­nen? Wie ent­ste­hen die Ber­ge? Wie funk­tio­nie­ren Re­f­lek­to­ren? Im Früh­ling 2012 wer­den u.a. fol­gen­de Fra­gen be­ant­wor­tet: Wie schwer ist die Luft? Wo ver­schwin­det der Zu­cker im Tee hin? Wie groß ist die Er­de? Ist schwarz wir­k­lich schwarz? Was ist wei­ßes Licht? Was macht et­was durch­sich­tig? Wie ent­ste­hen Blit­ze?

ScieneceLab Dr.in Em­ma­nu­el­le Bidaud 0699 1721 1217 Kurs­lei­te­rin im Bil­dungs­be­reich Na­tur­wis­sen­schaft und Tech­nik für al­le

 

Be­we­gungs­spie­le, Rhyth­mik, Mu­sik

Be­we­gung, Ge­füh­le, Rhyth­mus, Mu­sik, Aus­drucks­fähig­keit, Ko­ope­ra­ti­ons­fähig­keit, Spra­che und In­tel­li­genz hän­gen mit­ein­an­der zu­sam­men und sind wich­ti­ge Ele­men­te im Sin­ne ei­ner ganz­heit­li­chen Ele­men­tar­päda­go­gik.

An­sch­lie­ßend an un­se­ren Mor­gen­kreis, al­so wenn die gan­ze Grup­pe ver­sam­melt ist, be­stim­men die­se Ak­ti­vi­tä­ten un­ser An­ge­bot. Das Re­per­toi­re be­steht zum Teil aus Lie­dern, Kreis­spie­len etc., die dem je­wei­li­gen ak­tu­el­len The­ma, der Jah­res­zeit usw. ent­sp­re­chen. Da­ne­ben gibt es aber auch Dau­er­b­ren­ner, die die Kin­der im­mer wie­der ver­lan­gen:

  • Lauf-, Fang- und Re­ak­ti­ons­spie­le (über­wie­gend ko­ope­ra­ti­ve Va­ri­an­ten)
  • Be­we­gung, die mit Über­nah­me ei­ner Rol­le ver­bun­den ist (z.B. Tie­re)
  • Rhyth­mik mit Spra­che, Kör­per­in­stru­men­ten, Ge­gen­stän­den oder Orff-In­stru­men­ten
  • Klang­ge­schich­ten
  • Sin­gen
  • Tan­zen zu CD Kin­der­mu­sik
  • Kreis­spie­le (Krea­ti­ves Tan­zen, Mu­sik­hö­ren)

 

Tur­nen im Turn­saal

Na­tür­lich ist frei­es Her­um­to­ben für Kin­der wich­tig, ver­g­leich­bar mit frei­em Spie­len. Auch wenn wir in den Turn­saal ge­hen, gibt’s ei­ne kur­ze freie To­be­pha­se.

An­ge­lei­te­te Be­we­gungs­spie­le sind er­gän­zend und ge­n­au­so wich­tig, um die Kin­der zu för­dern:

  • Rau­mer­fah­run­gen (be­wusst, ver­ba­li­siert)
  • Be­we­gun­gen be­wusst aus­füh­ren
  • Neue Be­we­gungs­mög­lich­kei­ten ken­nen­ler­nen
  • Kör­per­re­ak­tio­nen be­wusst wahr­neh­men (An­st­ren­gung, At­mung, Schwit­zen, Gren­zen)
  • Phan­ta­sie (vie­le Be­we­gungs­mög­lich­kei­ten als Rol­len­spiel: Tie­re, Fahr­zeu­ge, Abenteu­er, Baum/Blu­me, etc.)
  • So­zia­le Aspek­te (Paar-, Klein- und Groß­grup­pen­übun­gen, Ko­ope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten, Rück­sicht­nah­me, Ver­trau­en, Ak­zeptanz)
  • Auf­ge­ben von Rol­len­bil­dern (Mäd­chen/Bu­ben)
  • Re­ak­ti­ons­ver­mö­gen, Kon­zen­t­ra­ti­on
  • Kon­trast Ru­he/Be­we­gung, Ent­span­nen
  • Rhyth­mi­sche Aspek­te
  • Be­we­gung und Spra­che
  • Kon­di­ti­on und Aus­dau­er
  • Spaß

 

Eis­lau­fen

Mit den über 4-jäh­ri­gen Kin­dern ge­hen die Be­t­reue­rin­nen je­des Jahr Eis­lau­fen (Eis­ring Süd oder En­gel­mann). Da wir da­bei die Grup­pe tei­len müs­sen, ist meist die Mit­ar­beit ei­nes El­tern­teils not­wen­dig, um mit­zu­ge­hen oder bei den Jün­ge­ren in der Grup­pe zu blei­ben.

Schwimm­kurs

Wenn der über­wie­gen­de Teil der El­tern dies be­für­wor­tet, or­ga­ni­sie­ren wir ei­nen Schwimm­kurs in der Stadt­hal­le (sinn­voll ab ca. 4 Jah­ren, die Klei­ne­ren kön­nen mit­ge­hen zum Pl­an­schen). Kurs und Ein­tritt der Be­t­reue­rin­nen wer­den mit den El­tern ab­ge­rech­net. Schwimm­kur­se sol­len ne­ben dem Aspekt des Schwim­men­ler­nens zur ei­ge­nen Si­cher­heit auch die ko­or­di­na­ti­ven und kogni­ti­ven Fähig­kei­ten för­dern.

Krea­ti­ves Ge­stal­ten (Ba­s­teln, Ma­len, Wer­ken, For­men)

Un­ter Ein­satz ver­schie­dens­ter Ma­te­ria­li­en und Tech­ni­ken wol­len wir Krea­ti­vi­tät, Aus­drucks­fähig­keit und äst­he­ti­sches Emp­fin­den, aber auch Ge­schick­lich­keit, Aus­dau­er (Teil­be­rei­che der Selbst­kom­pe­tenz) und Kennt­nis von Werk­zeu­gen und Ma­te­ria­li­en (Teil­be­rei­che der Sach­kom­pe­tenz) för­dern. Vor­aus­set­zung da­für ist, dass die Kin­der di­ver­se Tech­ni­ken und Ma­te­rial­ei­gen­schaf­ten ken­nen ler­nen und aus­pro­bie­ren kön­nen. Dies ge­schieht in Klein­grup­pen oder in Ein­zel­be­t­reu­ung. Auf­grund der ge­rin­gen Kin­der­an­zahl ist es uns mög­lich, dass wir den Ent­wick­lungs­stand (Fein­mo­to­rik, Er­fah­rung, Kon­zen­t­ra­ti­on, Aus­dau­er) aber auch Mo­ti­va­ti­on je­des ein­zel­nen Kin­des ken­nen und bei wei­te­rer För­de­rung dort in­di­vi­du­ell an­set­zen kön­nen. Die meis­ten Ma­te­ria­li­en/Tech­ni­ken kön­nen auch schon von den 2-Jäh­ri­gen, eben mit ent­sp­re­chen­der Hil­fe oder ve­r­ein­facht, in An­griff ge­nom­men wer­den.

Im Ideal­fall grei­fen die Kin­der im selb­s­t­in­i­ti­ier­ten Ma­len und Wer­ken auf die ge­mein­sam er­prob­ten Tech­ni­ken zu­rück oder ex­pe­ri­men­tie­ren da­mit und set­zen sich ak­tiv und krea­tiv mit ih­rer Um­welt au­s­ein­an­der (Reg­gio-Päda­go­gik: „den Ein­drü­cken wird Aus­druck ver­lie­hen“).

Vor­aus­set­zung da­für ist ei­ne vor­be­rei­te­te Um­ge­bung (bei uns das „Ba­s­tel­zim­mer“, wo di­ver­se Ma­te­ria­li­en be­reit­ge­s­tellt sind) und die Be­reit­schaft der Kin­der, ei­gen­ver­ant­wort­lich mit Werk­zeu­gen und Ma­te­ria­li­en um­zu­ge­hen.

Di­dak­ti­sche Spie­le

Di­dak­ti­sche Spie­le und di­dak­ti­sches Ma­te­rial soll den Kin­dern hel­fen, sich al­ters­ent­sp­re­chend und dem Ent­wick­lungs­stand ge­mäß zu be­schäf­ti­gen. Selbst-, So­zial- und be­son­ders Sach­kom­pe­ten­zen kön­nen auf viel­fäl­ti­ge Wei­se ge­för­dert wer­den.

In fol­gen­den kogni­ti­ven Be­rei­chen kön­nen die Kin­der spie­le­risch Er­fah­run­gen ma­chen:

  • Sin­ne­s­er­fah­run­gen (Mon­tes­s­o­ri-Ma­te­rial)
  • Wahr­neh­mungs­dif­fe­ren­zie­run­gen (Lern­spie­le, Lük-Kas­ten etc.)
  • Ge­schick­lich­keit, Fein­mo­to­rik (Mon­tes­s­o­ri-Ma­te­rial, Lern­spie­le)
  • Vor­be­rei­tung der Kul­tur­tech­ni­ken (Mon­tes­s­o­ri-Ma­te­rial)
  • Ma­the­ma­ti­sches Grund­wis­sen (Geo­metr. Ma­te­rial und Zah­len­ma­te­rial von Mon­tes­s­o­ri, Zah­len­land-Pro­jekt, Zah­len im All­tag, etc.)
  • Ge­dächt­nis
  • Grund­wis­sen in Na­tur­wis­sen­schaf­ten (Ex­pe­ri­men­te, Be­o­b­ach­tun­gen, Zu­ord­nungs­ma­te­rial, Bild­ma­te­rial, Bücher, etc.)
  • Grund­wis­sen über di­ver­se Le­bens­be­rei­che (Jah­res­kreis, Be­ru­fe, Kör­per, Er­näh­rung, Bräu­che, Kul­tur etc.)
  • Sprach­för­de­rung (Wort­schatz­übun­gen, Laut­dif­fe­ren­zie­rung, Bücher, Rei­me etc. )
  • Phan­ta­sie (Bücher, Bil­der, Hand- und Fin­ger­pup­pen, Er­zäh­len…)

Aus­ser der Vor­be­rei­tung auf Sch­rei­ben und Ma­the­ma­tik mit den oben ge­nann­ten di­dak­ti­schen Ma­te­ria­li­en gibt es kei­ne spe­zi­el­le Vor­be­rei­tung auf die Schu­le, da die För­de­rung in al­len Be­rei­chen kon­ti­nu­ier­lich er­folgt und wir dar­auf ach­ten, dass Kin­der je­der Al­ters­stu­fe von den je­wei­li­gen An­ge­bo­ten und Ma­te­ria­li­en pro­fi­tie­ren. Ei­ne Tren­nung der Kin­der nach Al­ters­stu­fen und Be­t­reu­ung in al­ters­ho­mo­ge­nen Klein­grup­pen er­mög­li­chen in­di­vi­du­el­le­re Be­t­reu­ung. Im letz­ten Jahr vor der Ein­schu­lung be­o­b­ach­ten wir Spra­che, Fein­mo­to­rik, So­zial­ver­hal­ten, Kon­zen­t­ra­ti­ons­fähig­keit, Selb­stän­dig­keit, etc. ge­nau­er und set­zen even­tu­ell ge­ziel­te För­de­rung, wo­bei uns Ge­spräche mit den El­tern sehr wich­tig sind. Ge­spräche mit den Be­t­reue­rin­nen über die Ent­wick­lung je­des ein­zel­nen Kin­des kön­nen von al­len El­tern ve­r­ein­bart, aber eben­so von den Be­t­reue­rin­nen in­i­ti­iert wer­den.

Frei­spiel

Mit Frei­spiel sind je­ne Ak­ti­vi­tä­ten ge­meint, die nicht von den Be­t­reue­rin­nen struk­tu­riert oder in­i­ti­iert wer­den (in un­se­rer Grup­pe zwi­schen 8.00 h und dem Mor­gen­kreis um 9.30 h so­wie am Nach­mit­tag ab der Mit­tags­pau­se).

Im Frei­spiel ha­ben die Kin­der Ge­le­gen­heit, ih­re Ak­ti­vi­tä­ten ih­ren Be­dürf­nis­sen ent­sp­re­chend zu ge­stal­ten, sich Spiel­ma­te­rial und Spiel­part­ner selbst zu wäh­len und so­mit mehr Ei­gen­ver­ant­wor­tung und Selbst­be­stim­mung zu er­fah­ren. Ih­re Selbst- so­wie ih­re So­zial­kom­pe­tenz wer­den hier be­son­ders ge­för­dert, weil die Kin­der sich mit ih­ren ei­ge­nen Be­dürf­nis­sen, Wün­schen und Mög­lich­kei­ten eben­so au­s­ein­an­der­set­zen müs­sen wie mit der Kon­fron­ta­ti­on mit an­de­ren Kin­dern, den Be­t­reue­rin­nen und den gel­ten­den Re­geln. Je kom­pe­ten­ter die Kin­der sind, um­so mehr Frei­raum kann ih­nen er­mög­licht wer­den.

Wir als Be­t­reue­rin­nen se­hen un­se­re Auf­ga­be da­rin, für ei­ne vor­be­rei­te­te Um­ge­bung (dank der Un­ter­stüt­zung der El­tern) zu sor­gen, die Kin­der in ih­ren Ak­ti­vi­tä­ten zu un­ter­stüt­zen, zu be­o­b­ach­ten, wel­che Po­si­ti­on die ein­zel­nen Kin­der in der Grup­pe ein­neh­men und mit den Kin­dern We­ge zur kon­struk­ti­ven Kon­f­likt­be­wäl­ti­gung zu fin­den.

Fol­gen­de Spiel- und Be­schäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten ste­hen den Kin­dern zur Ver­fü­gung bzw. kön­nen wir bei ih­nen be­o­b­ach­ten:

  • Di­dak­ti­sche Spie­le (Lern­spie­le)
  • Mon­tes­s­o­ri-Ma­te­rial
  • Puzz­les, Le­ge­spie­le
  • Kon­struk­ti­ons­ma­te­rial (Le­go, Du­p­lo, K´nex, Kap­p­la, Holz­bau­stei­ne, Ron­di, Crea­mag­net, Ku­gel­bahn, etc.)
  • Ver­k­lei­de- und Rol­len­spiel­ma­te­rial
  • Klei­ne Welt-Spie­le (Tie­re, Fi­gu­ren, Au­tos, Holz­spiel­zeug, Pup­pen­haus)
  • Büche­re­cke mit Büchern und Hör­spie­len
  • Selb­s­t­in­i­ti­ier­te Grup­pen­spie­le
  • „Be­we­gungs­bau­s­tel­le“ (Bau­en mit Ma­t­rat­zen, Ses­seln, Tüchern etc. in Ver­bin­dung mit Rol­len­spie­len und/ oder gr­ob­mo­to­ri­schen Ak­tio­nen wie Sprin­gen, Ba­lan­cie­ren, am Bo­den Krie­chen, Lau­fen, Ver­ste­cken etc.)
  • Ma­len und Ba­s­teln (im „Ba­s­tel­zim­mer“)
  • Ei­ge­nes Spiel­ma­te­rial: die Kin­der kön­nen mit­ge­brach­tes Spiel­zeug in ih­ren Ei­gen­tums­schach­teln auf­be­wah­ren, sie sind selbst da­für ver­ant­wort­lich und dür­fen selbst ent­schei­den, ob und wem sie es her­bor­gen oder gar ver­schen­ken. Ver­bo­ten sind Waf­fen und Kriegs­spiel­zeug. Es soll nicht zu viel, nichts sehr Wert­vol­les und kein bat­te­rie­be­trie­be­nes Spiel­zeug mit­ge­nom­men wer­den. Man muss be­den­ken, dass die mit­ge­brach­ten Spiel­sa­chen mit­be­stim­men, wo­mit und wasdie Kin­der im Frei­spiel al­lein oder mit an­de­ren spie­len.
  • Auf Wunsch „mit der Be­t­reue­rin was ma­chen“: Vor al­lem jün­ge­re Kin­der schaf­fen es oft noch nicht, selbst ihr Spiel zu or­ga­ni­sie­ren oder sie brau­chen ei­ni­ge Zeit mehr Zu­wen­dung von der Be­t­reue­rin, dann ver­su­chen wir ge­mein­sam her­aus­zu­fin­den, wor­auf das Kind Lust hat oder es hilft in der Küche mit z.B. Jau­se her­rich­ten.

 

Täg­lich (meist nach­mit­tags) sol­len die Kin­der ei­ni­ge Zeit im Hof ver­brin­gen, dort gibt es für sie fol­gen­de Spiel­mög­lich­kei­ten:

  • di­ver­se Fahr­zeu­ge
  • Sand­kis­te
  • Klet­ter­netz
  • Schau­keln
  • Be­we­gungs­bau­s­tel­le (Au­to­rei­fen, Holz zum Bau­enn, etc.)
  • Spiel­häu­schen (Rück­zugs­mög­lich­keit, Rol­len­spie­le, etc.)
  • Mal­ta­fel, Stra­ßen­k­rei­de
  • Spiel­ma­te­rial für drau­ßen (Spring­schnü­re, Boc­cia, Ke­gel, Bäl­le, Wutz­ler, Pup­pen­wa­gen, Stei­ne, Holz­bau­stei­ne, etc.)
  • im Som­mer Was­ser­spie­le
  • Na­tur­be­o­b­ach­tung
  • Lauf-, Ver­steck- und ähn­li­che Be­we­gungs­spie­le
  • Bei den Ti­schen auch „Ma­te­rial von drin­nen“, z.B. Zeich­nen, Tisch­spie­le, Mon­tes­s­o­ri-Ma­te­rial

 

Das spon­ta­ne Rol­len­spiel

Kin­der imi­tie­ren im Sym­bol­spiel an­fangs ih­re ei­ge­nen Hand­lun­gen („so tun als ob“), spä­ter wer­den an­de­re Per­so­nen oder Tie­re imi­tiert und sch­ließ­lich wer­den im Rol­len­spiel die Hand­lun­gen im­mer kom­ple­xer, es kommt zu Iden­ti­fi­ka­tio­nen des Kin­des mit Ver­hal­tens­mus­tern und Mo­del­len aus ih­rer Um­welt. Ih­re The­men rich­ten sich nach ih­ren Be­dürf­nis­sen, ei­ge­ne Er­leb­nis­se, ak­tu­el­le Er­eig­nis­se, Ein­drü­cke aus Me­di­en (Bücher, TV, Thea­ter) kön­nen ver­ar­bei­tet wer­den (J.Pia­get: „As­si­mi­la­ti­on der Welt an das ei­ge­ne Ich“).

Wie schon der Na­me sagt, er­gibt sich die­se Form des Spie­les spon­tan, oft aus ei­ner an­de­ren Ak­ti­vi­tät her­aus (Be­we­gung, Kon­struk­ti­ons­spiel, Spiel mit Klei­ne Welt-Din­gen, etc.). Die Kin­der wäh­len Ort, Uten­si­li­en und Spiel­part­ner selbst aus; drin­nen eben­so wie im Hof, auf dem Spiel­platz und im Wald er­ge­ben sich Spiel­si­tua­tio­nen.

Vo­r­ei­le der Rol­len­spie­le:

  • Ver­ar­bei­ten von Er­leb­nis­sen, Ge­füh­len
  • Der Be­o­b­ach­ter kann et­was über Pro­b­le­me, Ängs­te, etc. er­fah­ren
  • Ent­fal­tung der Phan­ta­sie
  • Üben so­zia­ler Ver­hal­tens­wei­sen
  • Sprach­kom­pe­tenz

Es kön­nen sich aber auch Nach­tei­le aus dem spon­ta­nen Rol­len­spiel er­ge­ben:

  • be­stimm­te Kin­der könn­ten in un­be­lieb­te Rol­len ge­drängt wer­den, die Angst ma­chen oder die so­zia­le Ent­wick­lung hem­men kön­nen
  • ge­hemm­te, spie­lun­ge­üb­te Kin­der könn­ten aus­ge­sch­los­sen wer­den und so­mit von die­ser Spiel­form we­ni­ger ge­för­dert wer­den
  • Kin­der könn­ten in ei­ne il­lu­sio­nä­re Traum­welt flüch­ten und so­mit ei­ner ak­ti­ven Au­s­ein­an­der­set­zung mit der rea­len Welt aus dem Weg ge­hen

Un­se­re Auf­ga­be be­steht da­rin, im spon­ta­nen Spiel zu be­o­b­ach­ten, ob be­stimm­te Kin­der in Rol­len ge­drängt wer­den, wel­che Ver­hal­tens­wei­sen be­vor­zugt nach­ge­ahmt wer­den (z.B. re­s­trik­ti­ve, ag­gres­si­ve, au­to­ri­tä­re, re­gres­si­ve) und ob be­stimm­te The­men be­vor­zugt das Spiel be­stim­men. Dann grei­fen wir len­kend in das Rol­len­spiel ein, schla­gen et­wa ei­nen Rol­len­tausch oder ei­nen an­de­ren Spiel­ver­lauf vor, sp­re­chen mit den Kin­dern über Ge­füh­le und Ver­hal­tens­wei­sen oder er­mög­li­chen die Ver­ar­bei­tung be­stimm­ter The­men durch ge­ziel­te Ak­ti­vi­tä­ten und An­ge­bo­te. Auch ei­ne Rück­spra­che mit den El­tern kann auf­schluss­reich sein. Be­stimm­te The­men oder Ver­hal­tens­wei­sen zu ta­bui­sie­ren hal­ten wir nicht für die rich­ti­ge Re­ak­ti­on, weil wir da­durch den Kin­dern die Mög­lich­keit neh­men wür­den, sich frei da­mit au­s­ein­an­der zu set­zen.

So­zia­le För­de­rung in der Kin­der­grup­pe

Die Kin­der­grup­pe bie­tet für vie­le Kin­der erst­mals die Ge­le­gen­heit für so­zia­les Ler­nen au­ßer­halb der Fa­mi­lie. In der Grup­pe von gleichal­t­ri­gen Kin­dern er­le­ben sie neue Mög­lich­kei­ten der Ent­fal­tung, aber auch neue Gren­zen. Die­ser Lern­pro­zess ist mit dem Au­f­ein­an­der­tref­fen un­ter­schied­li­cher Wahr­neh­mun­gen, Ge­füh­le und In­ter­es­sen und da­her mit St­reit und Au­s­ein­an­der­set­zun­gen ver­bun­den.

Sol­che Kon­f­lik­te dür­fen nicht un­ter­bun­den oder stets von Er­wach­se­nen ge­löst wer­den. Sie sind viel­mehr Lern­chan­ce und so­zia­les Übungs­feld im Sin­ne ei­ner kon­struk­ti­ven Kon­f­likt­kul­tur. Wir un­ter­stüt­zen die Kin­der da­bei, selbst Be­wäl­ti­gungs­st­ra­te­gi­en zu ent­wi­ckeln und auf Ge­walt als Kon­f­likt­lö­s­ung zu ver­zich­ten. Wir be­o­b­ach­ten, ob die Kin­der in be­stimm­ten (un­an­ge­neh­men) Si­tua­tio­nen mit kör­per­lich und ver­bal ag­gres­si­vem Ver­hal­ten oder kör­per­lich und ver­bal in­i­tia­tiv­lo­sem Ver­hal­ten (Rück­zug, etc.) rea­gie­ren. Die­se bei­den Ver­hal­tens­wei­sen sind For­men hil­f­lo­sen Ver­hal­tens und sind nur in ge­rin­gen Maß für ein­zel­ne Kin­der so­wie für ein po­si­ti­ves Grup­pen­k­li­ma för­der­lich. An­ge­st­rebt wird so­zial kom­pe­ten­tes Ver­hal­ten, d.h. die Kin­der sol­len auch in un­si­che­ren Si­tua­tio­nen über kon­struk­ti­ve Ver­hal­tens­wei­sen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten ver­fü­gen.

In ak­tu­el­len Kon­f­likt­si­tua­tio­nen ist es ideal, wenn wir Be­t­reu­ungs­per­so­nen die Rol­le ei­nes un­par­tei­i­schen, nicht wer­ten­den Me­dia­tors ein­neh­men und die Kon­f­likt­par­tei­en die Mög­lich­keit ha­ben, ih­re Sicht­wei­se, Ge­füh­le, Wün­sche etc. zu äu­ßern. Die Ent­ste­hung des Kon­f­lik­tes kann von bei­den Sei­ten re­f­lek­tiert wer­den, Lö­sungs­vor­schlä­ge ge­macht wer­den, zur Ver­söh­nung kann die Hand ge­reicht wer­den.

Im Vor­schulal­ter ist die Ent­wick­lung der So­zial­kom­pe­tenz eng mit dem Er­werb dif­fe­ren­zier­ter Spra­che ver­bun­den. Da­her ist es wich­tig, zu ver­ba­li­sie­ren, was die Kin­der im Um­gang der Men­schen un­te­r­ein­an­der er­le­ben und wahr­neh­men.

In Übun­gen und Spie­len kön­nen wir mit den Kin­dern so­zia­le Fer­tig­kei­ten üben: Wir ha­ben ei­ne Spiel­kar­tei zu­sam­men­ge­s­tellt („Bau­stei­ne für die Ent­wick­lung ei­ner Grup­pe“) mit fol­gen­den För­der­be­rei­chen:

  • Ken­nen ler­nen
  • Wahr­neh­mung (Sen­si­bi­li­sie­rung der Sin­ne)
  • Ak­ti­ves Zu­hö­ren
  • Au­f­ein­an­der ach­ten
  • Grup­pen­ge­fühl ent­wi­ckeln
  • Pan­to­mi­me und Rol­len­spiel
  • Ge­füh­le
  • Är­ger mit­tei­len oh­ne zu ver­let­zen
  • Hel­fen durch Fra­gen (nach Pro­b­lem, Lö­sung, Res­sour­cen)
  • St­reit sch­lich­ten

 

Um das So­zial­ver­hal­ten för­dern zu kön­nen, müs­sen wir im­mer wie­der „Stand­ort-Be­stim­mun­gen“ ma­chen – so­wohl für je­des ein­zel­nen Kin­des (wel­ches Ver­hal­ten über­wiegt?) als auch für die gan­ze Grup­pe (Pha­sen ei­ner Grup­pe: An­kom­men – Gär­ung und Klär­ung – pro­duk­ti­ve Pha­se – Ab­schied­neh­men).

Aus ganz­heit­li­cher Sicht ist je­de All­tags­si­tua­ti­on, je­de Frei­spiel­si­tua­ti­on eben­so wie je­de von uns an­ge­lei­te­te Tä­tig­keit gleich­zei­tig ei­ne Si­tua­ti­on so­zia­len Ler­nens.

Die über­schau­ba­re Grup­pen­grö­ße, die Al­ters­durch­mi­schung, Zu­sam­men­künf­te auch au­ßer­halb der Grup­pe und die Tat­sa­che, dass die Kin­der auch die an­de­ren El­tern als Be­zugs­per­so­nen er­le­ben, sind si­cher­lich we­sent­li­che Vor­tei­le, die sich für Kin­der in ei­ner Kin­der­grup­pe hin­sicht­lich so­zia­ler Lern­mög­lich­kei­ten er­ge­ben.

Pro­jek­te

Pro­jek­te bie­ten uns die Mög­lich­keit, auf ein be­stimm­tes The­ma über län­ge­re Zeit in­ten­siv ein­ge­hen zu kön­nen. Die oben ge­nann­ten Me­tho­den er­mög­li­chen den Kin­dern ele­men­ta­re, ganz­heit­li­che Er­leb­nis- und Er­fah­rungs­mög­lich­kei­ten, um sich mit der The­ma­tik au­s­ein­an­der­set­zen zu kön­nen. Bei­spie­le für bis­he­ri­ge Pro­jek­te:

  • Mär­chen
  • Tie­re
  • Bä­ren
  • Stei­ne
  • Wie­se und Teich
  • Mu­sik
  • Far­ben
  • Zir­kus
  • Al­te Zei­ten
  • Ele­men­te

In der Kin­der­grup­pe sol­len die Kin­der um­fas­sen­de Er­fah­run­gen ma­chen kön­nen, durch uns Ver­trau­en in ih­re Fähig­kei­ten be­kom­men, ent­wick­lungs­ge­mä­ße Un­ter­stüt­zung zur Wei­ter­ent­wick­lung ih­rer Fähig­kei­ten und po­si­ti­ve Rück­mel­dung er­hal­ten. So kön­nen die Kin­der ih­re Kom­pe­ten­zen aus­bil­den mit dem Ziel, ei­gen­stän­dig und selbst­be­stimmt han­deln zu kön­nen.

An­de­re Kur­se

An­de­re Kur­se wie z.B. Fremd­spra­chen­un­ter­richt oder Mu­sik­un­ter­richt sp­ren­gen die Mög­lich­kei­ten der Grup­pe und der Be­t­reue­rin­nen. Ei­ne Mög­lich­keit z.B. Fremd­spra­chen ver­stärkt in die Grup­pe ein­zu­brin­gen ist das En­ga­ge­ment von El­tern­tei­len mit an­de­rer Mut­ter­spra­che oder die Auf­nah­me ei­ner/ei­nes in­ter­na­tio­na­len Pra­ti­kan­ten/in – zu­letzt half bei uns ei­ne Prak­ti­kan­tin aus Lett­land mit. Eben­so sind El­tern, die sich in Be­zug auf Mu­sik, Kunst, Na­tur­wis­sen­schaf­ten, etc. in der Grup­pe z.B. im Rah­men ei­nes Pro­jek­tes en­ga­gie­ren wol­len, herz­lich da­zu ei­ge­la­den.